ALPENTOUR 2005 der Oldtimerfreunde Kiebitzgrund
Südtirol vom 26. Mai. bis 31. Mai 2005
Teilnehmer:
Dirk Appel BMW R 60/2
Bernd Kimpel Moto Guzzi Falcone 500
Peter Fischer BMW R 50/2
Klaus Appel BMW R 50
Die Alpentour 2005 war ursprünglich in die Zentralschweiz nach Ulrichen geplant. Wegen Terminüberschneidungen mussten wir dieses Jahr unsere Fahrt schon Ende Mai planen. Um den 20. Mai änderte sich das gute Wetter und die Hälfte der Pässe, wo wir uns bewegen wollten, war zugeschneit. Wir buchten um nach Südtirol. Ich will es vorwegnehmen: Das Wetter war top. Die Woche vorher war verregnet und die Woche später hat es am Brenner wieder geschneit.
Am 26. Mai starteten wir gegen 4.00 Uhr und kamen um 13.30 Uhr ausgeruht in Obereggen im Eggental bei bestem Wetter an. Nach dem Beziehen unserer Appartements fuhren wir nach Bozen zum Tanken. Auf dem Heimweg über den Nigerpass und Karenpass ging meine BMW R 50 fest. Nach zwei Alpenfahrten ohne Probleme einfach fest, mitten in voller Schräglage in einer Kurve am Nigerpass! Einige Baustellen und die enorme Hitze in Bozen setzten dem Boxer zu. Nach einer Abkühlphase und vorsichtigem Bewegen des Hinterrades mit eingelegtem Gang wurde alles wieder gut. Ein Schnapsglas 2 T ins Benzin und weiter ging es. Der BMW hat es übrigens nichts getan. Keine Fressspuren und kein Ölverbrauch. Glück gehabt!
Am zweiten Tag fuhren wir über den Karenpass nach Moéna und Predazoo Richtung Passo die Rolle. Über den Passo die Valles ging es nun nach Allehe und dem Passo di Campolongo zum Grödner Joch bei bestem Wetter. Zurück ging es über das Sellajoch und den Karenpass zurück ins Hotel. Bei einem abendlichen Bezingespräch mit anderen Hotelgästen stellte sich heraus, das wir und die BMW GS Fahrer die Einzigen waren, die nicht unter massiven Schmerzen in den Handgelenken litten. Vor allem die Ducatimänner beneideten uns um unsere Sitzposition.
Die Tour am 3. Tag sollte uns rund um die Seiser Alm führen. Richtung Bozen und Seis nach Kastelruth gings absolut reibungslos. In St. Ulrich steckten wir in einer Prozession fest, wo es kein Entrinnen gab. 1 Std. Pause in Kirchennähe. Ein einheimischer Musiklehrer fragte uns intensiv nach unseren BMWs. Vor ihm standen seine Jugendträume. Der topp restaurierten Moto Guzzi von Bernd zollte er die größte Hochachtung. Übrigens liefen die Motorräder außer dem Kolbenklemmer störungsfrei. Vor allem die Moto Guzzi überzeugte mit ihren einzylindrigen 500 ccm voll am Berg, trotz Vorkriegstechnik. Das Sella Joch wurde zum 2. Mal bezwungen.
Dirk, der zum ersten Mal bei einer Alpentour dabei war, genoss den Leistungsüberschuss der 600er, was jeden Abend nach dem 3. Bier besonders betont wurde.
Am 4. Tag wollten wir noch um die Drei Zinnen fahren. In Cortina gaben wir dieses Unternehmen wegen Zeitmangel auf. Zurück über den Falzarego und den Passo die Fedaia hatten wir trotz allem einen herrlichen Tag. Am Abend waren wir alle einer Meinung: Die Dolomiten sind auf alle Fälle noch eine Alpentour wert!
Auch nach der 3. Alpentour, wo die Motorräder wirklich nicht geschont werden, überzeugt die Technik der 50er Jahre noch heute. Ursprünglich wollten wir diese Unternehmungen mit 250ern machen. Die 2. Südtiroltour ist der der Planung. Mit 250 ccm wäre auch dies eine neue Erfahrung.
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